Herzlich willkommen!

 

Portrait der Autorin Barbara Hutzl-RongeVielen Dank für Ihr Interesse an meiner Arbeit als Autorin.

Gern präsentiere ich Ihnen auf den folgenden Seiten meine Bücher, Vorträge, Stadtführungen, Wanderungen und Schifffahrten und freue mich, wenn Sie mit mir Kontakt aufnehmen.

Barbara Hutzl-Ronge


AKTUELL IM MÄRZ

Chalandamarz – ein herzliches Willkommen dem Brunnenwasser und den ersten Frühlingstagen!

In einigen Bündner Dörfern ist es Brauch, dass am 1. März, dem Chalandamarz, Schulkinder von Brunnen zu Brunnen ziehen. Tüchtige haben zuvor die Brunnen von Schnee und Eis befreit, sodass das Quellwasser wieder frei sprudeln kann.

Kinder in blauen Hemden und mit roten Gipfelkappen umrunden mit ihren Schellen einen Brunnen im Dorf. Foto © Barbara Hutzl-Ronge

Chalandamarz in Guarda

Nun begrüssen die Kinder es mit Gesang und dem Klang lauter Tricheln. Am Chalandamarz ist das ganze Dorf auf den Beinen. Alle Hausleute freuen sich, wenn die Kinder „ihren“ Brunnen singend umrunden und mit Schellen den Frühling wecken. Sogar die Ziegen schauen neugierig über den Zaun.

Es bedeutet schon ein ganz besonderes Glücksgefühl, diesen Brauch einmal in Graubünden miterleben zu dürfen. Aber wer kann schon jedes Jahr für den Chalandamarz ins Bündnerland reisen? Was also tun?


Chalandamarz in Zürich – mehr als Tausend Brunnen erwarten unseren Besuch

Auch wenn Sie, geschätzte Leserinnen und Leser, wahrscheinlich genauso wie ich schon lange dem Kindesalter entwachsen sind, auch wenn wir keine blauen Bauernblusen und keine roten Zipfelmützen tragen: Was hindert uns, im März dort, wo wir wohnen, eine Tour von Brunnen zu Brunnen zu unternehmen? Eigentlich nichts, dachte ich mir unlängst. Und wurde plötzlich ganz gwundrig zu sehen, aus welchen Zürcher Brunnen schon Wasser fliesst.


Mein ganz persönlicher Chalandamarz-Rundgang zu sagenhaften Brunnen in Zürich

Schöne Brunnen zu finden, ist in Zürich ein Leichtes. Denn Zürich ist eine Brunnenstadt mit über Tausend Brunnen. Meine ganz persönliche Brunnentour begann bei mir daheim in Wiedikon, wo der Brunnen vor dem Bethüsli schon fröhlich plätschert. Dann nahm mich wunder, ob der neue Brunnen auf dem Münsterhof auch schon Wasser führt. Und siehe da: Auch aus dem markant geschwungenen kupfernen Brunnenrohr strömt schon ein dünner Strahl und füllt das grosse kreisrunde Becken.

Durch ein markant geschwungenes kupfernes Brunnenrohr fliesst Wasser in ein grosses kreisrundes Becken auf dem Münsterhof in Zürich. Foto © Barbara Hutzl-Ronge

Der elegante Brunnen auf dem neu gestalteten Münsterhof in Zürich


Vom Brunnen bei der Wasserkirche zum Froschauerbrunnen

Aus einem steinernen Delphin fliesst das Wasser in ein kreisrundes Becken

Wasser schenkt neue Lebenskraft

Wo ganz sicher während des ganzen Jahres Wasser fliesst, ist beim Brunnen im Helmhaus neben der Wasserkirche. Dort sollen ja schon unsere Stadtheiligen, Felix und Regula, einst Wasser getrunken haben, weshalb der Brunnen als heiliger Brunnen gilt. Also lief ich über die Münsterbrücke und nahm einen kräftigen Schluck. Schliesslich soll das Wasser ja auch zu neuen Lebenskräften verhelfen.

 

Froschauerbrunnen aus der Zeit um 1551, Zürich

Der Brunnen des Buchdruckers

Als nächstes  führte mich mein Weg  weiter in Richtung Predigerkirche, wo der Froschauerbrunnen steht. Als Schriftstellerin musste ich diesem Brunnen selbstverständlich einen Besuch abstatten. Denn es war der erste Buchdrucker Zürichs, Christoffel Froschauer, der ihn errichten liess. Sein Druckerzeichen, einen Knaben, der auf einem Frosch reitet, hat er in Stein meisseln und zuoberst auf den Brunnen setzen lassen. Bei dem sonnigen Wetter macht der kleine Kerl auf dem Frosch auch wirklich eine gute Figur.

Vorbei an der Zentralbibliothek, wo all die Bücher in der Tiefe liegen, aus denen ich viel Wissen schöpfe, spazierte ich weiter. Ich lief die Mühlegasse hinunter, überquerte die Limmat und stieg auf der anderen Flussseite hinauf auf den Lindenhof.


Vom Lindenhofbrunnen zum Winzerbrunnen

Brunnen auf dem Lindenhof in Zürich

Hoch oben wacht die Lindenhöflerin

Denn ich wollte auch schauen, wie es der „Lindenhöflerin“ geht. Nicht nur, weil die Figur der wehrhaften Zürcherin an eine zentrale Zürcher Sage erinnert und somit zum unverzichtbaren Repertoire des „Magischen Zürich“ gehört, sondern auch, weil die Lindenhöflerin seit einiger Zeit gewissermassen Teil meiner erweiterten Nachbarschaft geworden ist. Es war nämlich Gustav Siber, der Grossvater meiner Nachbarin und Freundin Elizabeth Siber, der die Brunnenfigur gestaltet hat. Da musste ich doch der Lindenhöflerin einen lieben Gruss aus Wiedikon ausrichten. Die Lindenhöflerin liess jedoch mit keinem Augenzwinkern erkennen, ob der Gruss sie freute, sondern blickte weiterhin streng in die Ferne.

Meine persönliche Brunnentour beendete ich auf dem Weinplatz.

Winzerbrunnen Weinplatz

Ein steirischer Winzer in Zürich

Dort steht der Winzerbrunnen, der die Kopie eines Brunnens aus just jener steirischen Stadt in Österreich ist, in der mich meine Mutter zur Welt gebracht hat. So ganz genau haben die Zürcher den Brunnen jedoch nicht nachgebaut: Sie haben die Inschrift, die der steirische Brunnenbauer Hans Prasser bei dem Brunnen in Bruck an der Mur angebracht hatte, weggelassen.

Freimütig bekannte dieser: „Ich, Hans Prasser, trink lieber Wein als Wasser. Tränk ich das Wasser so gern wie den Wein, könnt ich ein reicher Prasser sein.“ Diesen guten Rat haben die Zürcher offenbar nicht gebraucht. Mir hätte er vermutlich nicht geschadet. Aber ob ich ihn mir immer zu Herzen genommen hätte? Wohl kaum. Am Tag meiner Brunnentour allerdings hatte ich keine Wahl, denn der Winzerbrunnen führte noch kein Wasser. Gerne verrate ich Ihnen an dieser Stelle:  So ein Gläschen Weisswein in der Storchenbar schmeckt nach einer Brunnentour besonders fein.


Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher!

Haben Sie beim Lesen dieses Montatstipps Lust bekommen, den Brunnen in und um Zürich einen Besuch abzustatten? Das würde mich freuen.

Buchcover: Barbara Hutzl-Ronge, Magisches Zürich

Möchten Sie mehr über das heilige Wasser beim Wasserkirchebrunnen im Helmhaus erfahren? Oder wieder einmal die Geschichte nach lesen, wie die wehrhaften Zürcherinnen auf dem Lindenhof die Stadt Zürich retteten? All diese Geschichten finden Sie in „Magisches Zürich – Wanderungen zu Orten der Kraft“.

Ebenso finden Sie darin andere magische Quellen beschrieben: das Heidenbrünneli und das Pilgerbrünneli, den Meinradsbrunnen und den Liebfraubrunnen. Weiters können Sie die Geschichte der Tüfelschilen nachlesen, eines schon in römischer Zeit beachtetes Quellheiligtums, und sogar in Winterthur beim Mockentobelbach steinzeitlichen Spuren von Quellenverehrung nachgehen.


Pressestimme

Zürich gilt als nüchterne von Zwingli geprägte Stadt. Doch wer genau hinsieht, entdeckt in Stadt und Kanton magische Schätze. Barbara Hutzl-Ronge hat sie zu Tage gefördert.Die Autorin macht mit ihrem Buch Lust darauf, Stadt und Kanton neu zu entdecken – Tages-Anzeiger

Magisches Zürich: beim AT Verlag bestellen


Geschätzte Leserinnen und Leser

Vielleicht mögen Sie – angeregt von meinem Monatstipp – ja auch den Brunnen an Ihrem Wohnort, in Ihrem Quartier nachgehen und Ihre ganz eigene Brunnentour kreieren? Falls Sie in der Stadt Zürich daheim sind, dann ist Ihnen die Wasserversorgung der Stadt Zürich dabei gerne behilflich. In den vergangenen Jahren hat die Wasserversorgung sechs Brunnenguides herausgegeben: Karten, auf denen alle Brunnen der Quartiere 1 bis 12 aufgeführt sind. Zu einem Teil der Brunnen gibt es spannende Informationen auf der Kartenrückseite. Diese Brunnenguides können sie bei der Wasserversorgung downloaden oder in gedruckter Version bestellen.

Nun wünsche ich Ihnen ganz viel Vergnügen bei Ihrer ganz persönlichen Brunnentour auf den Spuren von „Magisches Zürich – Wanderungen zu Orten der Kraft“ und darüber hinaus.

Barbara Hutzl-Ronge


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