Stadtführung Zürich 450 Jahre Murerplan

 

Jos Murer, der “Da Vinci” von Zürich

 

Der Murerplan von 1576 ist die erste Planvedute der Stadt Zürich. Der Auschnitt zeigt den Neumarkt, links daneben die Druckerei Froschau, oben das Neumarkttor und einen Teil der Stadtmauer

Der Neumarkt auf dem Murerplan

Er prägte unser Bild von Zürich. Dank ihm wissen wir, wie Zürich vor 450 Jahren aussah: Jos Murer.

Es ist mir eine grosse Ehre, dass Martin Weiss mich gebeten hat, auf der Grundlage seines im Oktober 2026 erscheinenden Buchs “Jos Murer und der Murerplan” diese Stadtführung neu in mein Programm aufzunehmen.

Kommen Sie doch mit auf einen Rundgang durch die Altstadt von Zürich.

Der Laden Wick Wohnkultur - im Schaufenster sind Vasen zu sehen, die Ladentür steht einladend offen - befindet sich heute in jenem Haus, in dem Jos Murer vor fast 500 Jahren zur Schule ging

Wo Jos Murer zur Schule ging

Wie bei einem Ladenbummel  spazieren wir über den Neumarkt und die Stüssihofstatt.

Wir entdecken, wo Jos zur Welt kam und später zur Schule ging. Wir sehen, wo er das Handwerk des Glasmalers lernte, in dem er es, nachdem er von der Walz zurückkam, zu grosser Meisterschaft brachte.

Die Glasmalerei zeigt drei Schifffahrtsmeister, dazu Lastschiffe auf dem Zürichsee. Sie stammt aus der Werkstatt von Jos Murer.

Eine Wappenscheibe von Jos Murer?

Der junge Künstler Jos Murer porträtierte die Zürcher Prominenz, unter anderem den Stadtarzt Conrad Gessner. Also schauen wir bei Gessner vorbei, für den Jos als Illustrator arbeitete und Tintenfischmönche und Traubenkirschen zeichnete, bevor er zu Froschauer wechselte und für diesen ein neues freches Logo entwarf.

 

Vor dem Zunfthaus sitzen zwei Männer bei Tisch, tafeln und diskutieren wie Jos Murer früher wohl auch. Dahinter ist noch das Zunfthaus zur Haue mit dem Erker und weiter entfernt noch eine Schweizer Fahne zu sehen.

Die Zunfthäuser zur Saffran und zur Haue

Getrunken, gespeist und diskutiert hat Jos Murer in der Zunft zur Saffran, für die er einst auch Ratsherr werden sollte.

Zuvor aber verliebte er sich. Und zwar so heftig, dass er darüber zum Dichter wurde. Die Aufführungen seiner insgesamt sieben Dramen gerieten in Winterthur und Zürich jeweils zum Volksfest.

Das Bild zeigt den ersten und zweiten Stock eines Fachwerkhauses. Die Balken sind in Ochsenblutrot gestrichen, der Putz in zartem Gelb. Eine Holzfigur ziert das Fachwerk im ersten Stock.

Auf dem Fachwerk von Murers Atelier

Und schon hatte Jos die nächste Idee. Mit seinem besten Freund zog er los und und kartographierte das Züribiet.

Wie aus dem Glasmaler der Kartograph wurde, der als nächstes durch die Gassen der Stadt streifte und dann die erst Planvedute von Zürich zeichnete – aus der Vogelperspektive! – verrate ich Ihnen gerne auf dieser Stadtführung. Gedruckt hat die “Murerkarte” Christoph Froschauer der Jüngere 1576 – vor 450 Jahren.

Die Holzfigur am Fachwerk stellt einen bärtigen Mann in schwarzen Hosen und roter Jacke dar. In der linken Hand hält er ein Schwert. mit der Rechten hebt er grüssend seinen schwarzen Hut.

grüsst freundlich Jos Murer

Wo einst Jos Murer in seinem Atelier arbeitete, beschliessen wir den Rundgang.

Dort wird heutzutage köstlicher Wein ausgeschenkt. Erheben Sie Ihr Glas auf den grossen Sohn der Stadt, auf den “Da Vinci” von Zürich, wie Martin Weiss ihn nennt.

Jos Murer lüpft dazu erfreut seinen Hut.

 

Agenda & Tickets: Hier finden Sie die Daten für die nächsten öffentlichen Stadtführungen.


Ein Stadtrundgang, der den Hotspots in Jos Murers Lebensgeschichte folgt. Eine ideale Fortsetzung Ihrer Reformationsrundgänge. –  Martin Weiss an Barbara Hutzl-Ronge


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